Alle Heilung kommt aus der Quelle der Liebe<br/><br/>„Wenn du Glück hast, wirst du eine Heilung erfahren, die du erwartet hast.<br/>Wenn du wirklich Glück hast, dann geschieht Heilung in einer Form, die du dir nicht einmal erträumt hast, eine Heilung, die sich das Universum speziell für dich ausgedacht hat.“<br/>(Dr. Eric Perl)
Klarheit ist die Basis für Entscheidungsfreiheit<br/><br/><br/><br/>Entscheidungsfreiheit ist die Basis für Eigenverantwortlichkeit<br/><br/><br/><br/>Eigenverantwortung ist der Schlüssel für innere Freiheit


Es war im Januar 2008. Mein Leben befand sich schon seit Monaten in einem Ausnahmezustand. Ich hatte meinen langjährigen Job gekündigt und war zutiefst erschöpft. In meinem Inneren war eine solche Müdigkeit fühlbar, daß ich nur noch aus sehr triftigen Gründen aus dem Bett herausfand. Ein solcher war ein Tageskongreß der Zeitung „Die Andere Realität“ in Gladbeck. In einer anderen Realität befand ich mich sowieso schon seit Monaten, da paßte es gut, mich dafür aus dem Bett aufzuraffen, um doch mal wieder unter Menschen zu gehen.

Ich verfuhr mich und landete nach zwanzig Fahrminuten fast wieder zu Hause. Ich war im Kreis gefahren...
Dies war eine sehr passende Metapher für meine 46 bisherigen Lebensjahre, wie ich lakonisch bemerkte.

So, es lag nahe, direkt wieder daheim ins Bett zu wandern und die Tageskarte sausen zu lassen... Doch ein letzter Rest eines Funkens von „mal was anderes als jeden Tag erleben“ und „außerdem siehst du dann mal wieder andere Gesichter“ verhalf mir zu dem Willen, nochmal loszufahren und diesmal richtig abzubiegen.

Ich kam eine halbe Stunde zu spät und mußte, --was ich überhaupt nicht angenehm fand...--, allein in den Saal, wo alles still dem Vortragenden lauschte, mir meinen Weg bahnen...auch das eine schöne passende Metapher für mein derzeitiges Leben im Neuland, denn auch dort wußte ich nicht, wohin.

In der Pause sprach ich mit manchen Menschen, lachte, hörte hin was sie erzählten und schaute hier und da.

Da lief ein Mann an mir vorüber, der mir irgendwie auffiel. Seine Augen hatten einen Ausdruck, wie ich es noch nie in diesem Leben hier gesehen hatte. Er war etwas untersetzt von Statur, hatte längere Haare als ich und entsprach so gar nicht meinen bisherigen Vorstellungen von Männlichkeit. Kurz gesagt: er war nicht „mein Typ“.
Er sah mich nicht an, sah auf gar nichts in seiner Umgebung, es war, als ob ihn das alles hier nicht interessierte. Sein Blick fixierte nichts und niemanden, blieb an nichts „hängen“, und doch sah ich eine unglaubliche Liebe in diesem Blick. Eine Liebe, wie ich sie so noch nie in Augen gesehen hatte und wenn doch, dann hatte derjenige auf irgendjemand, oder irgendetwas geblickt, was dieses Leuchten auszulösen schien.

Dieser Mann hier aber schaute voller Präsenz ins Nichts. Sozusagen.
Ich also sah ihn und alle Gedanken waren augen-blicklich wie weggewischt. Stille in mir.
Dann: WAS ist das? Was für ein Wesen ist das?


Und schon war der Moment vorüber und ich vergaß ihn.

Am Ende dieses Tageskongresses gab es ein Konzert von Mosaro. Wir wurden aufgefordert, uns an den Händen zu halten und mitzusingen. Nun denn..., wenn`s unbedingt sein muß..., dachte ich und hielt die Hand eines Mannes neben mir, ohne hinzuschauen.
Ich bekam Herzklopfen und nur mit Mühe sang ich Töne und hatte Herzklopfen... und dachte dabei: „So scheu bin ich immer noch? Nach alldem, was in mir gestorben schien...?“ ...und hatte Herzklopfen. Dann bemerkte ich die Präsenz dieser Hand in meiner und alles andere schien fortzurücken aus meinem Bewußtsein.
Ich sah den Mann am anderen Ende meiner Hand an...und es war eben jener Mann mit diesen Augen.
Als ich bald darauf nach Hause fuhr, sah ich wieder diesen Blick, in Mir.
Was war das gewesen?

Wieder vergaß ich die Begegnung.
Einen Monat später las ich in einem Forum von einem Mann, der seine Tel-Nr. angab und Kontakte zu anderen Menschen herstellte. Er wohnte in meiner Stadt.
Okay, es war zwar ein Mann und ich suchte keinen. Kurz gesagt, hatte ich „davon“ die Nase gestrichen voll! Nein, aber mal anrufen? Das geht immer, dachte ich und „schaun wir mal“.
Niemand ging dran...und das blieb auch in den nächsten Tagen so. Ein Zettel mit seinem Namen und Tel-Nr. lag auf meinem Tisch. Doch ich erreichte ihn nicht.
Dann schellte mein Telefon und eine Männerstimme sagte seinen Namen und wollte mir gerade erklären, wer er ist als ich sagte „Ich kenne dich, ein Zettel mit deiner Tel-Nr. liegt seit einer Woche auf meinem Tisch, aber ich erreichte dich nicht.“ Es stellte sich heraus, daß er eine neue Nummer hatte und nun seinerseits meine Tel-Nr. gesehen hatte. In ebenfalls diesem Forum.

Ich hörte eine Stimme eines Menschen, die mir so vertraut und doch wie fremdländisch anmutete.

Ich tippte auf polnisch.
Aber das war er nicht.

Wiederum Tage später trafen wir uns auf einer Veranstaltung, diesmal verabredet. Ich trat über die Schwelle des Raumes und wenn ich kurz zuvor noch gegen meine Müdigkeit ankämpfte, so war ich plötzlich hellwach und ...hatte Herzklopfen...Ohne auch nur im geringsten zu wissen, warum. Es war ein Gefühl, als wolle ich kertmachen und ganz weit wegrennen. Nur weg von hier. Aber warum? Ich hatte keine Ahnung. Ich hatte ja noch nichtmal einen Menschen erblickt, geschweige denn den Mann, mit dem ich locker verabredet war..
Ich hatte mich noch Sekunden vorher ganz cool gefühlt, so als ob mich die Welt nix anging und ich ja nur kurz „auf Ausflug“ hier war.
Ich flüchtete hinter einen Mauervorsprung und versuchte, mich zu beruhigen. Es sollte bloß keiner meine Aufregung sehen...
Nun ja, ich war nun mal jetzt hier und so ließ ich langsam meinen Blick schweifen. Er sollte ein orangenes Hemd anhaben und daran sollte ich ihn erkennen. So war es verabredet.
Dann sah ich ihn in einer Gruppe von Menschen und nichts in mir schrie „Hey!“.
„Aha, das muß er sein“, war alles, was ich dachte.
Wir verbrachten einen Abend in einer Gruppe und es war okay.
Spät am Abend schellte wieder mein Telefon. Ich hatte gerade in meinem Sessel gesessen und geweint...Es war mein Geburtstag gewesen, dieser Tag...und ein ganz besonderer obendrein...der Tag, an dem ich neu geboren wurde. Oder war es der Tag, an dem mein altes „Ich“ starb?
Denn es war der Tag, an dem meine Mutter gestorben war, viele Jahre zuvor, derselbe Geburtstag wie ihrer.

ER war dran und sagte nur: „Gute Nacht Engel, ich geh jetzt ins Bett.“
Von diesem Moment an weinte ich drauflos. Ohne zu wissen, warum, ich schluchzte und weinte Karaffenweise Tränen und wunderte mich über dieses Meer in mir.
Vier Wochen lang hörte ich nichts mehr von ihm und dabei war er beständig in meinem Herzen präsent, ich roch ihn, oder besser gesagt, es war ein ätherisch feiner Geruch, ein bisschen wie Parfüm, den ich bereits an diesem Abend um ihn wahrgenommen hatte. Ich hörte ihn wie flüstern, ich sah plötzlich ständig eine kupferschimmernde und auch orangefarbene Energie überall, vor allem in meiner Wohnung (wo er noch nie gewesen war).
Es gab viele Momente, wo ich an ihn dachte und mich fragte, was mich bloß an ihm so sehr berührte, denn als Mann hatte er mich bisher scheinbar nicht interessiert.
Er schien direkt in mein Herz hineinzufassen, mit der zartesten Hand die ich mir vorstellen konnte. Zärtlich und liebevoll, ohne die geringste Erwartung.

Ich hatte eine zweite Begegnung inzwischen abgeschrieben, da er auch nicht auf meine Anrufversuche reagierte.
Und dann, als ich gerade aufgegeben hatte, nichts mehr wollte, da rief er wieder an.
Als wir uns jetzt wieder trafen, war ich bereit. Ich freute mich wie eine Schneekönigin, seine eigentümliche Stimme wieder zu hören, daß ich innerlich jauchzte.
Verstanden hab ich das nicht..
Aber das war mir völlig egal.
Ich vibrierte vor Freude.
Nun, kurz darauf wurden wir ein Paar, ganz ohne Verliebtheit, ganz ohne Schmetterlinge, Aufruhr oder sowas.
Es war reine Liebe und das ist es bis heute.

Er war der Mann von dem Tageskongreß, wie sich herausstellte. Der „mit den Augen“. Und ich hatte ihn noch nichtmal wiedererkannt als diesen. Erst Wochen später erzählten wir uns von diesem Tag und wir bemerkten, daß „ES“ uns dort schon hatte die Hände halten lassen...

Warum erzähle ich diese Geschichte von mir?
Weil sie in allen Einzelheiten wahr ist und weil sie auch ein ...Bild ist...
Erkennst du es?

 

(Hilke Leanie)

 

 

 


Hilke Leani Wendisch - Mediale Heilerin und Intuitionstrainerin der Neuen Zeit